Unser Ganztagsschulkonzept 

 

Gliederung

  1. Beschreibung der Schulsituation
  2. Begründung für die Arbeit der Ganztagsschule; Aufgaben und Ziele der ganztägigen Schulkonzeption
  3. Erläuterung der gewählten teilweise gebundenen Form sowie zur Rhythmisierung der Ganztagsschule mit Begründung für diese Entscheidung
  4. Erläuterung der spezifischen Arbeits-, Erziehungs- und Gestaltungsformen zur Realisierung der Zielstellungen des Ganztagsbetriebes
  5. Darstellung der räumlichen und sächlichen Bedingungen zur Umsetzung der Ganztagskonzeption
  6. Erläuterung der personellen Voraussetzungen zur Realisierung der Ganztagskonzeption
  7. Qualitätssicherung

 

 

 

1.       Beschreibung der Schulsituation

Angaben zur Schule, zum schulischen Umfeld und zur Schülerschaft

Seit Jahren ist die Sekundarschule Burgbreite Wernigerode mit zurzeit ca. 380 Schülern die größte Sekundarschule im Landkreis Wernigerode mit einer gesicherten Perspektive.
Insgesamt werden 20 Sekundarschulklassen in zwei bis vier Zügen, die haupt- oder realschulabschlussbezogen geführt werden, von 40 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Zusätzlich arbeitet eine im Wesentlichen vom Landkreis finanzierte Schulsozialarbeiterin in Vollzeit an der Schule.

Das Einzugsgebiet der Schule erstreckt sich auf die Plattenbausiedlungen Stadtfeld und Burgbreite sowie auf die Stadtteile Silstedt, Benzingerode und Minsleben, neuerdings auch auf die Kleinstadt Derenburg. Der Schulstandort befindet sich inmitten zweier großer Neubaugebiete, so dass es hinsichtlich des Vorhaltens eines Sekundarschulangebotes im unmittelbaren Lebensumfeld der zahlreichen Einwohner keine Alternative gibt.

Seit der Wende beziehen vor allem sozial schwache Familien, bei denen ein überdurchschnittlicher Prozentsatz an Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist, die Neubaugebiete. Nicht wenige Familien leben in sozialer Notlage, was spürbare Auswirkungen auf das Sozialverhalten der SchülerInnen hat. Der Anteil an Alleinerziehenden ist mit 20 % der Gesamtschülerzahl größer als in anderen Teilen der Stadt. Im Kontrast dazu stammen einige Schüler der Stadtrandgebiete aus komfortablen Verhältnissen. Jahrgangs- und klassenübergreifende Angebote sind deshalb von besonderer Bedeutung!

 In jedem Jahr verlassen 60-100 SchülerInnen die Bildungsstätte, einige auch ohne Schulabschluss. Die Zahl der Schüler, welche die Schule ohne Schulabschluss verlassen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Viele haben große Sorgen bei der Lehrstellensuche, einige resignieren. Schulfrust und Schulbummelei werden zu immer größeren Problemen. Dies ist der Hauptgrund, warum an unserer Schule seit Februar 2003 der Modellversuch „Produktives Lernen“, begleitet durch das Kultusministerium und das „Institut für Produktives Lernen“ Berlin, durchgeführt wird. Mit dem Ganztagsschulkonzept wollen wir unsere Anstrengungen dagegen zu steuern deutlich verstärken, weil die Situation alle Beteiligten unzufrieden macht.

Eine Besonderheit an unserer Schule ist die Vernetzung von Schule und Wirtschaft mit dem Hauptziel, den Übergang in eine Berufsausbildung für die Schüler zu unterstützen und  die Öffnung der Schule nach außen zu verstärken. So gibt es seit Jahren feste Kooperationsvereinbarungen mit den kommunalen Wohnungsvermietergesellschaft „GWW“, „WWG“ und der Abfallwirtschaft Redebber. Die Firmen unterstützen auch als Sponsor schulische Projekte, wie z. Bsp. Wertstofftrennung an der Schule, Sprachreisen, Schülersprecherseminare oder Schulfeste, künftig auch Ganztagsschulangebote.

Seit Jahren lernen auch SchülerInnen, die in den zwei Wernigeröder Kinderheimen leben, an der Sekundarschule Burgbreite. Aus der Einrichtung „Weiße Villa“ kommen ausschließlich Jugendliche bei denen nach KJHG Eigen- und Fremdgefährdung vorliegt. Es haben sich gut funktionierende Kontakte entwickelt, die den Schülern wirksame Hilfsmechanismen bieten. Weiterhin sind an der Schule zurzeit 8 Aussiedlerkinder (5 Mädchen und 3 Jungen). Sie sind gut integriert, gelten aber als extrem benachteiligte Personengruppe. Wir fördern sie extern mit Deutsch als Fremdsprache durch eine Lehrkraft mit entsprechender fachlicher Ausbildung. Hier sind wir regionale Stützpunktschule.

Bei all diesen Besonderheiten zeigen die LehrerInnen einen großen Einsatzwillen.

Die Aufgeschlossenheit im Kollegium neue Wege zu gehen demonstriert sich freilich auch im laufenden Schulversuch „Produktives Lernen“ oder in der Tatsache, dass immerhin 11 Kollegen postgraduale Studiengänge erfolgreich absolviert haben.

 

 

Aussagen zu den bisherigen pädagogischen Leitlinien, Schwerpunkten, Profilen, eventuellen Schulprogrammen und zu Besonderheiten der Schule

Seit Bestehen der Sekundarschule Burgbreite steht neben dem Bemühen um die Qualitätssicherung sowie –entwicklung des Unterrichts die Öffnung der Schule sowohl mit bildungsbezogenen Projekten als auch mit sozialpädagogischer Zielsetzung.

Beispielgebend seien hier nur angeführt:

 

Die Aufzählung verdeutlicht zahlreiche Aktivitäten an unserer Schule und vor allem die Tatsache, dass alle Beteiligten Stillstand nie duldeten. Dieses Verständnis führte zu einer hohen Akzeptanz unserer Schule in der Region.

Eine Steuergruppe von 10 Lehrkräften sowie zwei Schüler- und Elternvertretern arbeitet ständig an der Weiterentwicklung des vorliegenden Konzeptes.

Hierbei ist hervorzuheben, dass ein großer Teil des Kollegiums viel Engagement bewies. Trotzdem ist eine spezielle Profilbildung der Schule bisher nicht daraus erwachsen, weil starre Grenzen in der Personalpolitik und bei der Festlegung von Schuleinzugbereichen dem objektiv entgegenstanden. Das Ganztagsschulkonzept soll nach Abschluss der Bauarbeiten nunmehr die inhaltliche Arbeit in eine neue Qualität überführen.

Neben der Unterrichtsarbeit stand immer das Ringen um ein förderliches Schulklima, geprägt von Achtung und Vertrauen, im Mittelpunkt unseres Wirkens. In diesem Rahmen muss hervorgehoben werden, dass es trotz des Auslaufens der Schulsozialarbeit gelungen ist, in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landkreises eine Feststelle aus der Jugendpauschale für die Fortführung der unentbehrlichen Schulsozialarbeit zu finanzieren. Dies ist im Land beispielgebend.

Eine weitere Besonderheit ist die Intensivierung im Bereich der Medienerziehung. Die Medienwerkstatt führte zu zahlreichen Medienprojekten. Nach dem Umbau werden wir die Möglichkeiten für Schulfernsehen, Schülerradio, und Schulzeitung ausbauen können. Die Bereitschaft zahlreicher Kollegen zur gezielten Fort- und Weiterbildung führte zu einigen erfolgreich abgeschlossenen Projekten und einer breiten Integration in den Unterricht.

Neue Wege im ganzheitlichen Lernen, dem Lernen mit allen Sinnen, werden an unserer Schule gerade beschritten. Sieben Kolleginnen belegten auf eigene Initiative und Kosten einen Zertifikatskurs „Lernberater“ in Berlin, weil sie im eigenen Unterricht durch moderne Unterrichtsmethoden mehr Erfolg und Freude am Lernen und eigenen Arbeiten verzeichnen wollen. Dies wird eine tragende Säule unseres Ganztagsschulkonzeptes sein.

Eine gewisse, über die Jahre gewachsene, Spezialisierung zur Betreuung von Schülern mit Legasthenie, Migranten und eine enge Zusammenarbeit mit Wernigeröder Kinderheimen sind als Besonderheiten weiter hervorhebenswert und wesentlicher Teil der individuellen Hinwendung zum Kind.

 

 

2.       Begründung für die Arbeit der Ganztagsschule; Aufgaben und Ziele der ganztägigen Schulkonzeption

Hierzu sind drei Kerngedanken anzuführen:

1.        Durch die Nutzung vorhandener Ressourcen kann mit dem Ganztagsschulkonzept eine neue Qualität erreicht werden.

Da an unserer Schule bereits seit Jahren unterrichtsbegleitende und –ergänzende sowie sozialpädagogische und freizeitorientierte Angebote unterbreitet wurden, bietet sich mit dem Ganztagsschulkonzept die Möglichkeit, den vorhandenen Aktivitäten einen klar definierten, in sich begründeten pädagogischen Rahmen zu geben. Alle an Schule Beteiligten (Lehrer, Schüler, Eltern, Schulträger) sehen Möglichkeiten von Synergieeffekten. Einer der Wichtigsten ist die qualitative und quantitative Verbesserung des schulischen Angebotes mit zu erwartenden grundsätzlich positiven Auswirkungen auf das Schulklima und das Lehrer-Schüler-Verhältnis. Durch die verstärkte Öffnung der Schule kann die Transparenz schulischer Arbeit verbessert werden, wodurch eine spürbar positive Rückwirkung auf den außerschulischen Bereich bis hin zum kommunalen Umfeld erwartet werden kann.

Wir sind außerdem der Überzeugung, dass dieses Investitionsprogramm, bei entsprechend fundierter Umsetzung, ein wichtiger Schritt in Auswertung der PISA-Studie sein kann.

2.        Das Ganztagsschulangebot orientiert sich klar am vorhandenen Bedarf.

Eltern und Schüler bringen allgemein verstärkt den Wunsch nach einem umfassenderen schulischen Angebot zu Ausdruck. Die bisherige Entwicklung unserer Ganztagsangebote zur teilweise gebundenen Form wird von den Eltern angenommen, vielmehr ist sogar ein Zulauf von außerhalb unseres Einzugsgebietes zu verzeichnen.

Dem hohen Anteil an Alleinerziehenden wollen wir durch ein verstärktes schulisches Angebot Rechnung tragen. Einer möglichen Benachteiligung dieser Personengruppe kann damit wirksam begegnet werden.

In der Stadt Wernigerode, ein Mittelzentrum mit einer für Sachsen-Anhalt vergleichsweise relativ gut entwickelten Infrastruktur, gibt es im Sekundarschulbereich nur unser Ganztagsschulangebot. Allerdings wird bereits seit einigen Jahren an der Grundschule Stadtfeld, deren Schüler ab Klasse 5 zu uns kommen, ein Ganztagsschulangebot vorgehalten. Günstig ist, dass dieser pädagogische Ansatz bei uns dann aufgenommen und fortgeführt werden kann. Zusätzlich Kooperationsmöglichkeiten nutzen wir darüber hinaus mit den beiden im Harzkreis schon bestehenden Ganztagssekundarschule, der Bebel-Schule Blankenburg und der Sekundarschule Thale-Nord in regelmäßigen regionalen Teamberatungen.

3.        Das Ganztagsschulangebot soll auch dem Bedarf der Wirtschaft nach teamfähigen, allseitig gut ausgebildeten und kreativen Schulabgängern besser entsprechen. Die Öffnung der Schule im Rahmen des vorliegenden Konzeptes verfolgt den Ansatz während der schulischen Ausbildung den Praxisbezug zu verstärken. Die engen Kontakte zum Amt für Wirtschaftsförderung, entstanden auch durch den Modellversuch „Produktives Lernen“, werden für außerschulische Angebote in Unternehmen der Stadt genutzt. Der neu gestaltete Baukörper weist großzügige Bereiche für Werkstätten aus, die vor allem im Ganztagsangeboten ausbaufähig genutzt werden sollen. Hier sind kurz- und mittelfristig Kooperationsvereinbarungen mit Wirtschaftsunternehmen der Stadt anzustreben.

Das Investitionsprogramm wird gleichzeitig als dringend erforderliche Hilfe dafür gesehen, notwendig erforderliche Verbesserungen der materiell-technischen Bedingungen in der pädagogischen Arbeit in einem Maße umzusetzen, zu dem der Schulträger allein aus bekannten Gründen zumindest mittelfristig unmöglich im Stande wäre. Schon jetzt klafft eine große Lücke zwischen unseren eigenen hohen pädagogischen Ansprüchen und dem baulichen Zustand der Schule, sowie deren sächliche Ausstattung.

 

Formulierung der besonderen Aufgaben und Ziele, die die Schule mit der Arbeit als Ganztagsschule verbindet

Ø       Verstärkte Ausprägung eines ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsprozesses um damit dem Bilden und Lernen einen höheren Stellenwert und eine andere Wertschätzung geben zu können

Ø       Gezielte Öffnung der Schule zum außerschulischen sozialen, kulturellen und betrieblichen Umfeld

Ø       Verbesserung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler durch eine Intensivierung der Übungs- und Festigungsmöglichkeiten

Ø       Dem Epochal- und Projektunterricht, dem praktischen Lernen, der Nutzung außerschulischer Lernorte und der Gruppenarbeit größere Freiräume geben

Ø       Abbau von Lernblockaden durch gezieltes Lerntraining

Ø       Ergänzung des Bildungsangebotes mit sozialpädagogischen Konzepten

Ø       Mitwirkung und Mitverantwortung der SchülerInnen bei der Gestaltung des Schullebens stärken

Ø       Einbindung der Eltern bei der Gestaltung der inhaltlichen Angebote, z. Bsp. durch Elternbefragungen

Ø       Unterstützung der SchülerInnen bei der Ausprägung von Neigungen und Fähigkeiten

Ø       Soziales Lernen fördern, was Phasen ungebundenen Lernens und der Entspannung voraussetzt

Ø       Förderung benachteiligter Schüler durch praktiziertes gemeinsames Lernen und gelebter Toleranz, wobei hier vor allem Migranten zu sehen sind

Ø       Für benachteiligte Personengruppen ausgleichende Angebote schaffen. Hier wird insbesondere die Kooperation mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum genutzt, bis hin zum gemeinsamen Unterricht mit Lb-Schülern.

Ø       Förderung praxisnaher und berufsorientierender Aktivitäten, die der Entwicklung einer Berufsreife und Ausbildungsfähigkeit führen

Ø       Vielfalt der Schullandschaft entwickeln

Ø       Nutzung der neu geschaffenen baulichen Voraussetzungen als wichtige Basis für eine moderne Schule

 

 

 

 

Erläuterung von spezifischen pädagogischen und sozialpädagogischen Schwerpunkten und Förderzielen, Schulprofilen, Arbeits-, Erziehungs- und Gestaltungsschwerpunkten

Die zentralen pädagogischen Leitlinien bestehen darin, dass wir uns für Chancengleichheit, individuelles Fördern, ganzheitliches Lernen, mit dem Schwerpunkt einer besseren Öffnung zur Praxis, sowie für Sozialkompetenz einsetzen.

Die Spezifik unseres Ganztagsschulkonzeptes ist darin zu sehen, dass sieben Kolleginnen mit entsprechend fundierter Ausbildung als Lernberater das Angebot unterbreiten können, gezielt Lernblockaden zu überwinden, individuelle Lernmethoden auf der Grundlage einer Lerntypanalyse zu entwickeln, kurz wieder den Spaß am Lernen und damit am Erfolg zu entdecken. Es ist festzustellen, dass dieses Angebot u. a. auch stark von Schülern mit Lernschwierigkeiten angenommen wird, die als Folge dessen bisher oft auch soziale Konflikte auszutragen hatten.

Hier muss Schulsozialarbeit als zweite tragende Säule gezielte Unterstützung geben. Die Schule bringt mit Unterstützung des Landkreises die idealen personellen Voraussetzungen für in sich geschlossene, systematische und fachlich fundierte sozialpädagogische Einzelfall- und Gruppenarbeit in das Ganztagsschulkonzept mit ein. Unser Ziel ist es, in das zu erwartende Landesprogramm „Schulsozialarbeit“ 2008 aufgenommen zu werden.

Drittens soll die Erziehung zur Medienkompetenz, als notwendiger Bestandteil schulischer Bildung in der modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft, deutlich ausgebaut werden.

Viertens werden wir die schulische Förderung auf eine gezielte Berufsorientierung und –beratung ausrichten. Lernschwierigkeiten können mit Hilfs- und Förderangeboten abgebaut, Talente und Fähigkeiten zum Tragen gebracht werden.

Eine bewusst breit angelegte Angebotspalette soll die unmittelbaren Interessen und Erfahrungen der Schüler und deren Eltern ansprechen. Schwerpunkt ist hierbei eine Ausgewogenheit von unterrichtsbezogenen und freizeitorientierten Angeboten. Neben der intellektuellen Leistungsfähigkeit und -bereitschaft wollen wir die Bereitschaft zur Verantwortung und Integrationsfähigkeit, als Grundlage für soziales Handeln und damit das Leben und Lernen in heterogenen Gruppen stärken.

 

3.       Erläuterung der gewählten teilweise gebundenen Form sowie zur Rhythmisierung der Ganztagsschule mit Begründung für diese Entscheidung

An unserer Schule sind wir im laufenden Schuljahr dazu übergegangen, die Ganztagsangebote für die Jahrgänge 5-7 gebunden zu gestalten. In nächsten Jahr werden wir, orientiert am Bedarf von Schülern und Eltern, die gebundene Form aufsteigend auch für Klasse 8 einführen.

Die zunehmende Nachfrage seitens der Eltern bestärkt uns im eingeschlagenen Weg. Die Vorgaben des Erlasses zur Teilnehmerzahl wurden erfüllt, was auch im nächsten Jahr zu erwarten ist.

Auch wenn wir das Konzept prinzipiell für die Stadt anlegen wollen, soll es zunächst vornehmlich für die Schüler unseres eigenen Einzugsbereiches verstanden werden. In der Perspektive ist es aber trotzdem sinnvoll die Schuleinzugbereiche zu öffnen, weil nur  so die erheblichen Investitionen zu rechtfertigen sein werden und das berechtigte Interesse der Eltern Berücksichtigung finden kann. Hier bedarf es aber sinnvoller Regelungen zur Sicherung aller Schulstandorte durch den Kreistag.

Das Ganztagsschulangebot ist für alle Schüler der Klassen 5 bis 10 unserer Schule konzipiert.

Freitags finden, mit Ausnahme einzelner sportlicher Angebote, keine Ganztagsangebote statt.

 

Übersicht zur Wochengestaltung

 

Stunde

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

0

Förderunterricht, Ganztagsangebote, Kreativ- und Sportangebote

 

1

Blockunterricht für die Kernfächer

 

2

 

 

Hofpause

 

3

Fachunterricht

 

4

 

5

 

 

Mittagspause/ freizeitorientierte Angebote, Selbstorientiertes Lernen

 

6

Fachunterricht

7

8

Fachunterricht/ Ganztagsangebote, auch offene

Offene außerschulische anerkannte Angebote

 

4.       Erläuterung der spezifischen Arbeits-, Erziehungs- und Gestaltungsformen zur Realisierung der Zielstellungen des Ganztagsbetriebes

Aussagen zur Rhythmisierung des Tagesablaufes

 

-          eine Überarbeitung der P a u s e n z e i t e n  wurde notwendig, um einen sinnvollen Wechsel von Arbeits- und Entspannungsphasen zu ermöglichen

-          lernpsychologische Gesichtspunkte, eigene Erfahrungen, Beobachtungen an anderen erfahrenen Ganztagsschulen sowie Anregungen aus der Fachliteratur finden bei der Gestaltung des Tagesablaufs Berücksichtigung

 

Erläuterung und Begründung des Pausenrhythmus :

·         der Unterrichtsbeginn wird flexibel gestaltet. Die ersten Ganztagsangebote werden vor   gehalten.

·         Neu ist die Schuleingangsphase, sie dauert 20 min., hier sorgt das Schulradio für Information und Unterhaltung und verbessert die Atmosphäre in den Räumen. Diese kann auch mit einem flexiblen Unterrichtsbeginn gestaltet werden.

·         Hofpause nach der 2. Stunde – 20 min. / Bewegung im Freien und an frischer Luft auf einem dringend noch zu gestaltenden, altersspezifischen Schulhof mit verschiedenen Bereichen, Spiel- und Sportgeräten (Ruhephase)

·         Nach der Hofpause erfolgen 3 Stunden im Block, durchsetzt mit einer Hofpausen

Vorteil: hier sind Doppelstunden, Epochalunterricht (u. a. Kun, Mus, Tec, Hwi) möglich             

·         Die Mittagspause/ Mittagsfreizeit (MFZ) beträgt 60 Minuten und dient der Erholung und Entspannung, gleichzeitig aber auch als Kernzeit für Ganztagsangebote.

Neben der Einnahme des Schulessens in der Gruppe gibt es Angebote für die Nichtteilnehmer in einem offenen Schüler-Bistro/ Cafe (z. Bsp. Obst, Milchprodukte, Säfte, Tee …)

·         Die 6., 7. und 8. Stunde sind stärker im Block zu betrachten. Hier erfolgt kein Stundenklingeln um die Organisation flexibel auf die einzelnen Angebote ausrichten zu können. Hier sind im Wesentlichen die Ganztagsangebote platziert.

·         Neu ist die Anerkennung außerschulischer Angebote auf der Grundlage schriftlicher Kooperationsvereinbarungen. Hiermit tragen wir stärker den Interessen der Schüler und Eltern Rechnung, gleichzeitig gestalten wir die Gruppenstärken der innerschulischen Angebote effizienter.

Das Schulklingeln wird auf ein Mindestmaß reduziert und beschränkt sich nur noch auf Orientierungshilfen zum Aufsuchen der Unterrichtsräume zum Tagesbeginn und nach großen Pausen.

 

Gestaltung der P a u s e n z e i t e n:

 

0. Stunde

07:00-07:45 Uhr

Förderunterricht,

Ganztagsangebote,

Kreativ- und Sportangebote

 

07:30-07:50 Uhr

Schuleingangsphase

1/2 Stunde

 

07:50-09:20 Uhr

Blockunterricht

             Kernfächer 

 

20 Minuten Frühstückspause (Hofgeschoss und Schulhof)

3. Stunde

 

09:40 Uhr–10:25 Uhr

Kernunterrichtszeit 

5 Minuten flexible Pause

4. Stunde

 

10:30–11:15 Uhr

Kernunterrichtszeit 

15 Minuten Hofpause

5. Stunde

 

11:30–12:15 Uhr

Kernunterrichtszeit 

                                Mittagspause/ freizeitorientierte offene Angebote,      

              selbstorientiertes Lernen      

6. Stunde

 

13:15–14:00 Uhr

Kernunterrichtszeit 

 

7. Stunde

 

14:05 – 14:50

Kernunterrichtszeit 

10 Minuten Pause zum „Luftholen“

8. Stunde

 

15:00 – 15:45 Uhr

          FachunterrichtGanztagsangebote

 

 

ab 15:45 Uhr

                Außerschulische

  Ganztagsangebote   

 

Neben der lernpsychologisch gestalteten Strukturierung des Tagesablaufs sind Arbeits- und Entspannungsphasen in der Unterrichtsgestaltung selbst zu berücksichtigen.

 

Ziel der Hausaufgabenbetreuung ist eine spürbare Entlastung der Schüler im Freizeitbereich, aber auch eine individuelle Arbeit, mit dem Ziel Lerntechniken bei  den Schülern zu entwickeln.

In starkem Maße sind hier die Pädagogischen Mitarbeiterinnen eingebunden. Unterstützt werden sie durch Fachlehrkräfte, vor allem in den Kernfächern.

Die Arbeit an den Hausaufgaben wird nicht nach der hergebrachten Form: Lehrbuch Seite.., Nr…) vorgegeben, vielmehr nutzen wir die Methodik des selbstorientierten Lernens, der Freiarbeit. Der Anteil der traditionellen Hausaufgaben wird bewusst verringert, damit die  Schüler nicht mechanisch abarbeitend lernen. Der Begriff Hausaufgaben soll Schritt für Schritt durch die treffendere Bezeichnung „Übungs- und Festigungszeit“ ersetzt werden.

 

 

Aussagen zu den von der Schule beabsichtigten Angeboten

Im Folgenden wird eine Darstellung der gesamten möglichen Angebotspalette, die bereits jetzt als organisatorisch abgesichert gilt, gegeben. Die große Vielfalt ist für uns Programm, wollen wir doch möglichst alle Schüler interessieren. Was dann tatsächlich realisiert werden kann, richtet sich nach den Anmeldungen der Eltern.

 

Angebote

Bedingungen

Fördermaßnahmen

Lern- und Übungsstunden

Hausaufgabenbetreuung

Förderunterricht in den Bereichen:

Sprachen

Mathematik

Deutsch

 

Förderung von Legasthenikern

Prüfungsvorbereitung in Mathematik, Deutsch und Englisch

 

Schreibwerkstatt

 

Begabtenförderung in Englisch und Mathematik

 

Lernberatung

Entspannungsübungen

Zugang zur Schulbibliothek mit entsprechenden Nachschlagewerken

Zugang zum Computerkabinett

Betreuung durch Lehrkräfte aus dem naturwissenschaftlichen und sprachlichen Bereich

 

Erhöhter Kopierbedarf

 

 

Computerausstattung nutzen, elektrische Schreibmaschinen vorhanden

 

 

 

Entspannungsräume, Kleingruppenräume

PM

Berufsorientierte Angebote

Erwerb umfangreicher Computerkenntnisse:

Tastaturlehrgang

Word

Excel

Datenbanken

Power Point

Arbeit an der Homepage

Selbständige Erstellung von Hausaufgaben und komplexen Lernaufträgen/ Arbeit an Projekten mit Hilfe des Internets

Metall-Elektro mein Beruf?

Zweites Computerkabinett und ein Klassensatz Notebooks vorhanden

 

 

 

 

 

 

 

Ö 


      *Lehrwerkstatt VEM-Motors (in Vorbereitung)

 

Arbeitsgemeinschaften,

Freizeitangebote

 

Gesunde Lebensweise

Internationale Küche

 

Modellbau

 

 

 

 

 

 

Einrichtung und Pflege eines Aquariums

Textilgestaltung, Handarbeiten

 

Plastisches Gestalten

Kunst – Aquarelle, Ölmalerei, Specksteinbearbeitung

 

 

Modellbau

 

Chor, Schülerband

Schwarzlichttheater

Junge Sanitäter, Ersthelferausbildung

 

 

Schulradio

Schreibwerkstatt

Sport

Tischtennis

Schwimmen

Tanz

Unihockey

Volleyball

Basketball

Fußball

Leichtathletik

Schach

Außerschulische Angebote

 

Ö 


Kämmer-Schule/ Küche Hauswirtschaft

Ö 


Verein Eisenbahn-Modellbau und RC-Racing (Funkferngesteuerte Auto-Modellbausätze)

Räumlichkeiten für die vorhandene

Eisenbahnanlage des Modellbaus/ Werstatt

 

Materialausstattung

Schneiderwerkstatt mit 5 Nähmaschinen

 

Einrichtung einer Kreativwerkstatt

Absicherung des Materialbedarfs, Ausstellungen im Atrium

Gestaltung des Schulhauses

 

Holzbearbeitung

Herstellung von Unterrichtsmitteln

 

ÖAula

      DRK

 

Studio

Studio

 

Sport- und freizeitorientierte Ausgestaltung des Schulhofes (in Planung)

Projekte/ Produktorientierte Angebote

 

Ö     *  = Öffnung von Schule (die Angebote werden durch außerschulische Einrichtungen

             abgesichert oder unterstützt.)

 

Absicherung des Mittagessens/ der Mittagsbetreuung

Da an unserer Schule schon immer ein warmes Mittagessen angeboten wurde, sind die organisatorischen Voraussetzungen bereits gegeben. Der Preis von gegenwärtig 1,70 € ist angemessen. Zur Qualitätssicherung werden die Schüler regelmäßig befragt. Für sozial schwache Familien hält der Schulträger auf Antrag eine Stützung vor.

Die Mittagsmahlzeit wird in der Gruppe gemeinsam mit den Lehrern im vorhandenen Speiseraum eingenommen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit ein Schülercafe aufzusuchen oder im Schulclub Entspannung zu finden. Die Schulhofgestaltung wird darauf ausgerichtet altersspezifische Möglichkeiten für ausgleichende Betätigungsangebote bei Spiel und Sport zu bieten.

 

Erläuterung des konzeptionellen Zusammenhangs zwischen Unterricht der Halbtagsschule und ganztagsschulspezifischen Angeboten

Die ganztagsschulspezifischen Angebote werden als Ergänzung und Bereicherung des Kernunterrichts gesehen. Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen, Begabtenförderung, Lern- und Übungsstunden dienen der vertiefenden Arbeit an den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler. In regelmäßigen Teamsitzungen werden Inhalte und Ziele bestimmt. Im Mittelpunkt sollten aber die Vermittlung effektiver Lernmethoden und die Arbeit an Schlüsselqualifikationen stehen. Dies sind Erwartungen, die vor allem von Eltern vielfach geäußert werden.

Um den Schülern einen zusätzlichen Leistungsanreiz zu bieten, werden ihnen bei erfolgreicher Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften, der Begabtenförderung oder an Projekten Zertifikate ausgestellt, die zusätzlich zu den Zeugnissen ausgegeben werden.

Zur Realisierung von Projekten wird die übliche Schulprojektwoche genutzt. Die Ganztagsschule unterstützt aber auch langfristige Aktivitäten, wie z. Bsp. das laufende COMENIUS-Projekt.

Den SchülerInnen wird über ihre Mitwirkungsgremien ein großes Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht eingeräumt, weil sie hier nicht zuletzt demokratische Regeln gelebt erlernen können.

Eine Profilbildung sehen wir in fünf Entwicklungsrichtungen:

1.        Angebot an Kursen für Lernberatung, Lerntraining durch Lehrerinnen, die eine entsprechende fachliche Qualifikation erworben haben und ihre weitere Fortbildung auf diese Inhalte konzentrieren.

2.        Angebote, die eine Berufsorientierung und –vorbereitung der Schüler unterstützen, können die älteren Schüler auf einen erfolgreichen Wechsel in die Berufsausbildung vorbereiten. Benachteiligten Schülern soll eine besondere Hilfe gegeben werden. Dabei steht im Mittelpunkt die Öffnung der Schule zur Wirtschaft und zum kommunalen Raum.

3.        Angebote zur vertiefenden Entwicklung einer komplex verstandenen Medienkompetenz unter Nutzung und Ausbau vorhandener Ressourcen in der bereits vorhandenen Medienwerkstatt über Film- und Schulradio-, Schülerzeitungs- und Informatikprojekte. Die Schüler werden so besser auf die Anforderungen der modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft vorbereitet. Rückkopplungseffekte bei der Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten moderner Informationsquellen und deren sachgerechte Anwendung für den Unterricht sind angestrebt.

4.        Angebote für benachteiligte Schüler, die ihnen dabei helfen Defizite abzubauen und mit gestärktem Selbstvertrauen die Bewältigung gestellter Anforderungen anzugehen.   Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Angebote: Produktives Lernen, LRS-Förderung; Sprachunterricht für Schüler, die aus dem Ausland zu uns kamen; Sportförderunterricht; integrative Förderung als Kooperationspartner des Sonderpädagogischen Förderzentrums Wernigerode, Mädchen-Projekte u. ä.

5.        Angebote zur Stärkung  der Sozialkompetenz der Schüler. Sozialpädagogische Arbeit wird seit Jahren als unverzichtbarer Bestandteil schulischer Arbeit aufgefasst. Dies trägt maßgeblich zu einen guten Schul- und Lernklima bei.  

Hier können wir auf vorhandene personelle Voraussetzungen zurückgreifen, weil bereits eine Schulsozialarbeiterin angestellt ist.

Projektorientierte Angebote zur Mediation, Sucht- und Drogenprävention sowie zur Erziehung zur Offenheit und Toleranz ergänzen die Ganztagsangebote.

Im Mittelpunkt steht aber auch eine intensive Einzelfallhilfe im Zusammenwirken mit dem Jugendamt.

 

 

Darstellung der Öffnung der Schule zum außerschulischen Umfeld

Praxisorientierte Arbeit geht an der Schule nur über eine konsequente Öffnung zu außerschulischen Partnern. Dies ist für uns kein grundsätzlich neuer Ansatz, wie bestehende Kooperationsverträge mit der GWW, der Abfallwirtschaft Reddeber, der Landesmedienanstalt und dem Offenen Kanal Wernigerode belegen. Über Förderprogramme wie AG „Schule und Verein“ und „Soziale Komponente“ werden seit Jahren Angebote mit Sportvereinen und außerschulischen Einrichtungen unterbreitet.

Das Ganztagsschulangebot eröffnet uns aber zusätzliche Möglichkeiten und Wege zur Öffnung, weil die Angebote für die Schüler reizvoller werden, wenn sie den Lernort Schule verlassen bzw. ergänzen können. So sind neue Angebote von dem DRK, der Kämmerschule Wernigerode, einem kleinen Verein für Automodellbau, der Yamaha-Musikschule neu integriert.

Die Öffnung wird aber auch durch Projektpräsentationen außerhalb der Schule bzw. für Außenstehende zugänglich umgesetzt. Hier können positive Erfahrungen des Schulversuches „Produktives Lernen“ übertragen werden.

Aber auch Öffentlichkeitsarbeit über Aktivitäten in der Ganztagsschule in der regionalen Presse und im regionalen Fernsehen „Offener Kanal“ zählen zur Öffnung der Schule.

Mit außerschulischen Partnern werden Kooperationsvereinbarungen geschlossen, damit die Teilnahme der Schüler als Ganztagsangebot anerkannt werden kann. Hier werden wir vor allem in der Breite der Kooperationspartner neue Wege gehen.

 

Ausführungen zur Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung des Schullebens

Darlegungen zur Einbeziehung der Eltern im Rahmen der ganztagsspezifischen Arbeit

Nicht nur, weil das Schulgesetz eine Einbeziehung der Mitwirkungsgremien der Schüler und Eltern fordert, ist die Teilnahme dieser ein Gebot, weil nur so zusätzliche Aktivitäten geweckt werden und schulische Entscheidungen von allen getragen und damit unterstützt werden.

Die Gesamtkonferenz hat bereits am 24.06.2003 grundsätzlich den einstimmigen Beschluss gefasst ein Ganztagsschulkonzept zu entwickeln. Dem gingen umfangreiche Diskussionen voraus.

Besonders wichtig war es aber die Schülervertretungen bei der Aufstellung der Angebote einzubeziehen. Viele Ideen wurden aufgegriffen und eingearbeitet. Ein Schülersprecherseminar (diese Art der Fortbildung des Schülerrates findet seit Jahren im Herbst statt) hat speziell konkrete Ideen der Schüler diskutiert und in der Angebotspalette umgesetzt.

Eltern sind aufgerufen selbst ehrenamtlich bei den Angeboten mitzuarbeiten.

Im Rahmen der Selbstevaluation werden Schüler- und Elternvertretungen ihre Meinungen zum Ganztagsschulangebot einbringen. Extern wird unsere Schule durch das StEG-Projekt (Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen-Bundesforschung für Ganztagsschulen) evaluiert. Eine Steuergruppe mit Lehrern, Schüler- und Elternvertretern  gestaltet den Veränderungs- und Entwicklungsprozess effektiver.

Die Gesamtkonferenz begleitet die Entwicklung im Einvernehmen mit dem Schulträger und der zuständigen Schulbehörde.

 

Hinweise auf eventuelle Zusammenarbeit mit anderen Schulen bzw. außerschulischen Partnern im Rahmen des Ganztagsangebotes

 

5.  Darstellung der räumlichen und sächlichen Bedingungen zur Umsetzung der  Ganztagskonzeption

Der Fortbestand der Schule gilt als gesichert.

Es handelt sich um einen 30 Jahre alten DDR-typischen Neubau sowie einem Anbau. Insgesamt verfügt die Schule über 28 Unterrichtsräume und eine Turnhalle.

Der Umbau setzt die notwendige Verbindung einer angenehmen Wirkung des Schulhauses mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten um.

Moderne schulische Angebote verlangen ein variables Raumangebot und eine auf die Angebotsmöglichkeiten ausgerichtete Ausstattung. Die hierzu notwendigen Investitionen kamen der größten Sekundarschule des Landkreises zu Gute und wirken sich deshalb mit einen großen Nutzeffekt aus.

Das Raumprogramm, welches als Anlage vom Schulträger gemeinsam mit der Schule erarbeitet wurde, weist die notwendigen Veränderungen aus.

Generell wurde die totale Verschachtelung der Räume innenarchitektonisch aufgebrochen um Wege zu verkürzen, Funktionsbereiche zusammen zu fassen und die Schule für Kommunikation und Licht zu öffnen.

 

 

 

6. Erläuterung der personellen Voraussetzungen zur Realisierung der Ganztagskonzeption

Eine der zentralen Säulen im Ganztagsschulkonzept wird ein Angebot zur Lerntypanalyse für die Schüler sein. Hieran schließt sich ein Lernmethodentraining.

Sieben Lehrerinnen haben einen Zertifikatskurs als „Lernberater“ erfolgreich abgeschlossen und können hier ihr Fachwissen einbringen.

Wegen der einhelligen Unterstützung des Ganztagsschulkonzeptes im Kollegium ist die Bereitschaft sich einzubringen außerordentlich hoch.

Durch das Vorhandensein einer festangestellten Schulsozialarbeiterin und einer ABM im Bereich der Jugendfreizeit erfährt das Konzept eine entscheidende Unterstützung bei der Umsetzung sozialpädagogischer Aufgaben.

Angebote, die durch Öffnung der Schule unterbreitet werden, erfahren personelle Unterstützung von den jeweiligen Firmen und Einrichtungen.

Bei der Gestaltung der Beziehungen zur Wirtschaft wird die Schule vom Amt für Wirtschaftsförderung unmittelbar unterstützt.

Wir profitieren von bereits vielfältig vorhandenen Kooperationsbeziehungen zur Wirtschaft.

 

 

7.  Qualitätssicherung

-    Selbstevaluation durch regelmäßige Teambesprechungen, auch im Rahmen einer SCHILF

-    Aufbau von Feedback-Systemen innerhalb der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft z. Bsp. durch regelmäßige Meinungsumfragen bei Eltern und Schülern

-    Entwicklung einer innerschulischen Fort- und Weiterbildungsstruktur, die auf das Ganztagsangebot reagiert

-    Erarbeitung schulischer Lern- und Verhaltensprogramme, in denen die Zielsetzungen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden

-    Inhaltsanalyse – Analyse der Projektarbeit und der Rückkopplungseffekte für den

Unterricht durch eine Steuergruppe (s.o.)

-    Dokumentationen – Darstellung der Ergebnisse der Projektarbeit durch inner- und außerschulische Präsentationen (Sachbericht, Fachartikel, Ausstellung)

-    Beobachtungen – gegenseitige Hospitationen, Beobachtung von Gruppenprozessen

-    Einflussnahme der Schulleitung und Fachkonferenzen auf qualitative Anforderungen, auch in Fragen der personellen Absicherung der Angebote

 

Das Vorliegen der Zustimmung der schulischen Gremien, des Schulträgers und des Trägers der Schülerbeförderung wird durch den Schulleiter bestätigt.

 

 

W. K i r s t

Vorsitzender der Gesamtkonferenz                                              Wernigerode, den 2007-07-16